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Als eine Bekannte ihre neue Wohnungseinrichtung plante, merkte ich beim genaueren Hinsehen, dass sie in ihrem maßstäblichen Plan Möbel einzeichnete, die nicht maßstabsgerecht waren. Eben, als wären es kleine Spielzeugmöbel.

Viele Leute sehen im Einrichtungshaus, in Zeitschriften oder im Internet, Einrichtungen, die ihnen gefallen. Das ist ok. Nicht funktionieren wird allerdings, wenn man die dann unbedingt auch realisiert sehen möchte und sie leider nicht passen. Vielleicht wollte man gar nicht so viel Geld ausgeben – aber es handelt sich um eine sehr aufwändige Art der Gestaltung oder es passt schlicht von den Dimensionen oder der Form nicht in die eigenen Räumlichkeiten.

Solche Geschehnisse begegnen einem als Innenarchitekt. Da hat man dann die unangenehme Aufgabe den Kunden auf den Boden der Tatsachen zu holen. Während die einen Kunden dafür dankbar sind, hören es andere nicht so gerne – Träume werden ja zerstört. Letztere wehren sich dann mit Händen und Füßen gegen das Unvermeidliche und versuchen diese Ratschläge zu ignorieren. Keine so gute Idee, wie ich finde, denn nebst dem Studium, haben jahrelange Erfahrung und Praxis zu profunden Wissen geführt und diese sind die Grundlage für die Beratung.

Wohnsituationen erfassen und bewerten, sowie mit Farben, Formen, Materialien und Proportionen umzugehen, gehört zu den täglichen Aufgaben eines Innenarchitekten. Im Laufe von vielen Jahren werden diese „Fingerübungen“ mit viel Erfahrungsschatz untermauert.

Wenn Sie sich entschließen sollten, sich in die Hände eines (Innen)architekten zu begeben, rate ich Ihnen, zuerst einmal zu schauen (bei bereits realisierten Projekten), ob Ihre Vorstellungen zum Einrichtungs/Planungsstil in etwa denen, der ausgesuchten Person entsprechen. Denn auch, wenn jeder Planer eine gewisse „Bandbreite“ hat, so ist es z.B. nicht sehr wahrscheinlich, dass er/sie völlig von dieser abweicht. Wenn Sie z.B. Anhänger von einer sehr verspielten Einrichtung sind, sollten Sie niemanden beauftragen, der eher schnörkellos plant.

Wenn Sie diesen Jemanden gefunden haben, sollten Sie sich auch entschließen ihm zu vertrauen. Das muss nicht „blind“ sein, aber ohne dieses Vertrauen werden Sie nicht glücklich werden – und der Planer auch nicht.