Vom Babyzimmer zum Jugendzimmer – wie einrichten?

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Kürzlich war ich bei einer Familie in Mainz und Thema war die Einrichtung des nicht mehr zeitgemäßen Jugendzimmers.

Tatsächlich stelle ich immer wieder fest, dass dies ein Thema ist, das einige umtreibt. Es ist ja auch nicht ganz einfach, schließlich ist die Entwicklung eines Kindes gewissermaßen explosionsartig. Was ich damit meine ist, dass die 18 Jahre, die ein Mensch von der Geburt bis zur Adoleszenz durchläuft, gemessen an der durchschnittlichen Dauer, die man für gewöhnlich für einen Einrichtungswechsel in Kauf nimmt, recht kurz sind. Bis wir uns normalerweise komplett neu einrichten gehen häufig einige Jahre ins Land.

Anders bei Kindern, da die Anforderungen sich stetig ändern. Hierbei beobachte ich in der Regel 3 Abschnitte:

1. Das Babyzimmer
2. Das Kinderzimmer
3. Das Jugendzimmer

Bei allen drei Formen der Einrichtung sind stark veränderte Ansprüche und Anforderungen zu beachten.

In den 3 Phasen der Einrichtung unterscheiden sich vor allem die Betten. Angefangen bei der Wiege für das Baby, über ein kleineres Kinderbett bis hin zu einem normal großen Bett für größere Kinder oder Jugendliche (später häufig sogar ein breiteres Bett für erwachsene Kinder). Dies hat vor allem zur Folge, dass unterschiedlich viel Raum gebraucht wird. Ein anfangs ausreichend großes Zimmer, kann so später leicht beengt wirken.

Auffällig finde ich persönlich auch den Wechsel der farblichen Gestaltung. Das Babyzimmer wird für gewöhnlich in dezenten Farben gehalten, bei dem Kinderzimmer werden dann jedoch häufig die Grundfarben blau, rot und gelb eingesetzt. Warum dies so ist, erschließt sich mir nicht. Aus meiner Sicht ist dies viel zu bunt! Hier habe ich den Eindruck, dass Erwachsene denken, Kindern würde das gefallen. Aber tut es das wirklich? Und wie wirkt sich das auf das Farbempfinden von Kindern aus?

Besser fände ich, wenn man den anfangs gewählten Stil einer dezenten Farbgestaltung beibehalten würde und eher in den Umfeldfarben die Gestaltung den Wünschen anpassen würde. Also, z.B. an den Wänden, der Bettwäsche, etc.. Dinge, die man leicht wieder ändern kann. Auch wäre es in Phase 2 der Einrichtung des Kinderzimmers denkbar, dass man ein normal großes Bett wählt und eher eine innere Unterteilung in dem Bett vornimmt, so dass es dadurch verkleinert wird.

Schauen wir dann auf die Schulzeit. Hier werden häufig Schreibtische angeschafft,

die höhenverstell- und neigbar sind. Tische, die in der Regel recht teuer sind. Aber ist das wirklich nötig? Sitzen Kinder nicht genauso gerne an normalen Tischen? Tatsächlich ist ihr „Aufenthalt“ an dem Schreibtisch ja nicht besonders lang. Besser finde ich es, wenn man einen mitwachsenden Schreibtischstuhl hat. So kann ich einen ganz normalen Tisch wählen, der passt dann auch noch später.

Fazit: Wählen Sie farblich zurückhaltende Möbel, die universell einsetzbar sind. Gestalten Sie das Umfeld angepasst an die wechselnden Vorlieben des Kindes/Jugendlichen.

Fotos: Decorplay, Yvette Sillo

Dieser Beitrag wurde am 22. Februar 2016 um 07:00 veröffentlicht. Er wurde unter Innenarchitektur, Jugendzimmer, Kinderzimmer abgelegt und ist mit , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

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